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Selina Baumann ist bekannt für ihre biomorphen, organischen Skulpturen aus Keramik. Manche erinnern an Quallen, Bakterien oder außerirdische Wesen, während andere säulenförmig und über zwei Meter groß sind, umrankt von wulstigem Geflecht. Ihre „mystischen Wesen“ scheinen trotz ihrer harten und schweren Keramik in ständiger Veränderung zu sein und zeichnen sich durch das Unperfekte aus. Sie sind schief und wirken instabil, fast unfertig.

Selina Baumann, 21variete, galerie probst

„Ich will nichts Hübsches erschaffen. Der Betrachter soll sich stören an meinen Skulpturen, soll das Bedürfnis haben, die Skulpturen anzufassen und sie geradezurücken.“

Dieses buchstäbliche Begreifen ihrer Wesen ermöglicht eine haptische Erfahrung: Ist die Oberfläche porös und rau oder glatt und kühl? Beim Herstellungsprozess geht Baumann sehr körperlich vor und empfindet das kraftvolle Bearbeiten des weichen Tons als Dialog mit einem Freund, wobei das Material ein Eigenleben entwickelt.

Sie experimentiert auch mit verschiedenen Materialien. Ihre neuesten Arbeiten umfassen gezeichnete Urpflanzen auf Keramikplatten und Textilien. Die Platten aus weißem Ton und die großen Stoffbilder erzeugen eine spürbare Spannung durch ihre Kombination von schwerem Material und filigranen Mustern. Alle ihre Arbeiten haben etwas mit dem Element Erde zu tun, denn aus Erde wächst neues Leben in jeglicher Form.

Selina Baumann, Keramikskulpturen, galerie probst
Selina Baumann, Keramikskulpturen, galerie probst
Selina Baumann, Keramikskulpturen, galerie probst
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