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Leon Manoloudakis' Werk untersucht die Beziehung zwischen dunklem Grafit und hellem Papier. Das Grafit wird zunächst vom Künstler gemahlen und als feines Pulver von Hand auf das dünne Papier gewischt und gefegt. Je nach Papier bildet das Grafit eine opake oder metallische Oberfläche. Das dritte zentrale Element seiner Arbeit ist der Radiergummi; mit dessen Hilfe werden einzelne Linien oder ganze Flächen vom Grafit befreit und im Anschluss teilweise wieder mit einer neuen Grafitschicht bedeckt.

untitled, graphite on paper, 22x29cm, 2019

"Die Wirkung dieser iterativen Arbeitsweise ist, dass der Bildraum in unterschiedliche, zum Teil nur subtil zu unterscheidende Grauwerte von tiefschwarzem Anthrazitgrau, über ein schlieriges Gewittergrau hin zu einem feinen Lichtgrau gestaffelt ist, was ihm vielfach das Aussehen einer archaischen Landschaft oder von stark unterbelichteten Fotografien verleiht."

Betrachtende können nicht nur die einzelnen Schichten des Grafits erkennen, sondern erkennen auch die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen, die das Reiben, Fegen, Radieren im vollendeten Werk hinterlassen. Verstärkt sind diese Strukturen noch in denjenigen werken zu sehen, in denen Manoloudakis die Papierbögen, faltet oder zerreißt und hinterher wieder zusammenfügt. Die entstehende Faktur erinnert auch hier an Landschaften, oder an Verformung durch eine äußere Gewalt.

untitled, graphite on paper, 20x29cm, 2023
Geister, graphite on paper, mounted on aluminium, 42x55cm, 2020.jpg
untitled, graphite on paper, 20,5x29cm, 2019
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