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Gastkünstlerin

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Katja Pudor beschreibt in ihren Zeichnungen verschiedene Prozesse von Transformation. Die Transformation besteht in ihren Zeichnungs-Performances vor allem darin, Musik und Texte, die sie hört, in Linien und Buchstaben zu übersetzen. Ihr Verfahren ist dabei das Deep Listening; vor ihrer Performance verinnerlicht sie die Musik durch mehrmaliges Hören. In der Performance selbst trägt sie Kopfhörer; die Zuschauenden können die Musik nur durch die Führung der Bleistifte oder der Pinsel nachvollziehen. Die Künstlerin wird so zu einem Instrument; sie möchte, in ihren eigenen Worten, "[s]ich als Resonanzkörper zur Verfügung zu stellen".

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Die Performances begannen während der Pandemie-Lockdowns. Hier hörte sie 12 Klaviersonaten von Beethoven und zeichnete, beidhändig mit zwei oder mehr Bleistiften, was sie hörte. Nach und nach wurden die Formate größer; die großen Formate werden mit langen Pinseln gezeichnet. Es gibt auch Performances mit live-Musik, in denen das Publikum die Transformation von Gehörtem zu Zeichnung mitverfolgen kann. Oder auch Performances, in denen nicht ein Musikstück übersetzt wird, sondern einen Text. Auch hier hört sie den Text mehrmals, verinnerlicht die Melodie, die Wörter, die Intonation. Die Zeichnungen bestehen hier nicht aus Linien, sondern aus Buchstaben und Wortfetzen.

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